Die Suggestionen

„Das Wesen der Suggestion besteht darin, dass in der eigenen Person oder in einem anderen Menschen auf irgendeine Weise in dessen Unterbewusstsein eine bestimmte Vorstellung erzeugt wird. Dadurch erreicht man eine Beeinflussung seiner Gefühle, seines Urteils und seiner Willensentschlüsse. „(Kurt Tepperwein, Die hohe Schule der Hypnose, Ariston Verlag, Seite 36)

Generell unterscheiden wir zwischen Affirmationen und Suggestionen. Während Affirmationen einen Vorgang bejahen und bestätigen, wird bei einer Suggestion von einer Beeinflussung gesprochen. Beide, Affirmationen wie Suggestionen können entweder laut ausgesprochen oder gedacht werden.

Es gibt verschiedene Arten von Suggestionen. Wir unterscheiden hier zum einen Fremdsuggestionen und zum anderen Autosuggestionen.

Von Autosuggestionen sprechen wir, wenn sich eine Person selber Vorstellungen erzeugt, die so stark sind, dass Sie von seinem Unterbewusstsein aufgenommen, akzeptiert und verarbeitet werden. Fremdsuggestionen werden immer von einer anderen Person dem Klienten gegeben. Damit diese wirksam werden können, muss der Klient diese allerdings in seine Vorstellung übernehmen und in eine Autosuggestion umsetzen.

Suggestionen werden niemals im Bewusstsein ausgeführt. Sie werden nur wirksam, wenn sie von dem Klienten durch Autosuggestion in eine Vorstellung umgewandelt werden. Jeder Klient entscheidet aufgrund seiner Normen und Werte, ob er Suggestionen annimmt oder ablehnt.

Gerade in der Hypnose ist dies in verstärktem Maße der Fall. Fremdsuggestionen werden in Autosuggestionen umgewandelt und vom Klienten in dieser Phase entweder angenommen oder abgelehnt. Menschen sind zudem unterschiedlich stark suggestibel, also empfänglich für solche Vorstellungen.

Werbung erreicht unmittelbar das Unterbewusstsein.

In unserem Leben werden wir durch bewusste und unbewusste Suggestionen beeinflusst. Ein gutes Beispiel ist die Werbung, der wir tagtäglich ausgesetzt sind. Es gibt viele Menschen, die standhaft behaupten für diese Art der Suggestion nicht empfänglich zu sein. Der große Erfolg der Werbung gerade im Fernsehen spricht hier eine andere Sprache. Fernsehen ist wie ein hypnotischer Zustand, wir können direkt das Unterbewusstsein erreichen. Kino ist ein noch besseres Beispiel und zeigt sogar schon Züge einer Massenhypnose, oder sind Sie sich jeder Minute eines Kinofilms bewusst?

Natürlich werden wir nicht nur von äußeren Reizen beeinflusst, auch wir beeinflussen uns andauernd selber. Diese Autosuggestionen (die Stimme in unserem Kopf – das Unterbewusstsein – unsere Intuition) beeinflusst uns nachhaltig selber und prägt somit unsere Persönlichkeit. Auch außerhalb der Hypnose kann man hier bereits beeindruckende Erfolge erzielen, wenn man negative Suggestionen bewusst durch positive ersetzt. Bewusste Suggestion ermöglicht eine aktive Gestaltung der eigenen Wahrnehmung und Gefühlswelt.

Generell gelten bei Affirmationen wie auch bei Suggestionen folgende Grundsätze:

  • Sie können sowohl positiv als auch negativ besetzt sein.
  • Um sie zu verwirklichen muss der Klient diese Sätze mit Bildern versehen und sie bewusst erleben.
  • Die Sätze werden vom Unterbewusstsein nicht bewertet, alle Sätze werden konsequent abgearbeitet.

Bei der Entwicklung von Affirmationen und Suggestionen ist es hilfreich folgende Hinweise zu beachten:

  • Die Sätze sollen einfach und kurz formuliert sein.
  • Die Gegenwartsform ist zu gebrauchen.
  • Die Sätze sollen positiv formuliert sein.
  • Formulieren Sie lösungs- und nicht problemorientiert.

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