Behandlungsablauf

Der Alltag bietet unzählige Möglichkeiten für hypnotische Zustände. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir mehrmals am Tag von selbst in Hypnose gehen, etwa wenn wir ein Buch lesen und uns die Situationen hierzu lebhaft in Gedanken ausmalen. Auch lange Autofahrten vorzugsweise auf Autobahnen sind wie dafür geschaffen, dass Sie sich in einen Zustand der Entspannung, die so genannte Trance begeben. Die monotonen Geräusche und das schaukeln des Wagens begünstigen diesen Umstand zusätzlich.

Während einer Hypnosesitzung soll die Trance aber bewusst und nicht unbewusst eingeleitet werden. Daher ist eine bestimmte Vorgehensweise sinnvoll. Die Behandlung teilt sich je nach Aufgabengebiet in zwei oder mehrere Sitzungen auf. Besondere Beachtung findet dabei die erste Hypnosesitzung.

1. Das Vorgespräch

Hier erfolgt die Anamnese, das Erstgespräch, indem wir gemeinsam Ihre Ziele, Erwartungen, Vorstellungen und auch Ihre Ängste besprechen. Falsche und überzogene Erwartungen werden hier gegebenenfalls korrigiert.

Das Vorgespräch ist in 2 Phasen eingeteilt:

  1. Die Aufklärung über Hypnose, Schilderung des Ablaufs der Hypnosesitzung.
  2. Das gemeinsam erarbeitete Ziel Ihrer Hypnosesitzung.

2. Die Einleitung

Durch bestimmte Einleitungen werden Sie im Laufe des Gespräches in eine ausreichend tiefe, angenehme Trance geführt. Dazu gehört eine starke Konzentration zu Beginn der Hypnose, dem ein als sehr umfassend wahrgenommener Entspannungszustand folgt.

Durch bestimmte Techniken kann ich die Tiefe der Entspannung bzw. Hypnose erkennen und testen, wie tief die Trance ist. Zu unterscheiden sind hier Stadien der leichten, mittleren und tiefen Trance, die sich gegebenenfalls durch bestimmte Techniken noch weiter vertiefen lassen.

3. Die Suggestionen

Das nun erreichte Stadium der Hypnose wird genutzt, um mit bestimmten Suggestionen bestimmte Gewohnheiten zu ändern. An dieser Stelle können auch Blockaden gelöst und bestimmte, behindernde Glaubenssätze aufgelöst oder umprogrammiert werden. Am Ende werden hier eventuell die Suggestionen noch einmal zusammengefasst und/oder wiederholt, damit sich diese besser im Unterbewusstsein verankern können. Manche Suggestionen müssen hier nochmals verstärkt werden.

4. Die Rücknahme

Alle Bestandteile der Hypnose, alle Eigenschaften und Zustände werden zum Ende einer Hypnose entfernt, sofern Sie nicht zu den eigentlichen Suggestionen gehören, bzw. noch für weitere Sitzungen gebraucht werden.

5. Das Nachgespräch

An diesem Punkt sind Sie wieder vollkommen aus der Hypnose zurückgekehrt. Nachdem Sie Ihre Augen wieder geöffnet haben und Sie wieder vollkommen im „hier und jetzt“ sind, sprechen wir über die Sitzung und Ihr Erleben während der Trance.

Während der Hypnosesitzung ist es möglich, dass Sie einen sehr tiefen Trancezustand erreichen, so dass sich für Sie ein Gefühl von Zeitverlust einschleicht und Sie sich nicht mehr an sämtliche Sätze und Beschreibungen wortwörtlich erinnern können. Dies macht aber nichts, da in diesem Zustand die Suggestionen direkt in Ihr Unterbewusstsein geleitet wurden.

Bevor Sie die Praxis verlassen überprüfe ich abschließend Ihren Wachheitsgrad. Die Teilnahme am Straßenverkehr sollten Sie dann für einige Minuten noch hinaus zögern um sich in Ruhe zu sammeln und das Erlebte zu verarbeiten.